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Wie hoch ist die Getreideernte 2026? Infografik

Hitze, Trockenheit, globale Krisen: Die Landwirtschaft ächzt unter den Folgen. Die Ernte 2026 fällt geringer aus als im Vorjahr. Welche Bundesländer es am härtesten trifft, zeigt unsere Infografik.

Anbaufläche für Getreide geht zurück

2026 wurde nach vorläufigen Zahlen auf rund 5,4 Millionen Hektar Getreide zur Körnergewinnung (ohne Mais) angebaut. Damit ist die Anbaufläche 1,8 Prozent kleiner als im Vorjahr und liegt 2,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025.

Getreideernte liegt unter dem Durchschnitt der Vorjahre

Die Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) beträgt 2026 nach vorläufigen Zahlen rund 37,4 Millionen Tonnen. Damit liegt sie 7,3 Prozent unter dem Vorjahreswert und knapp 2,1 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. Das geht aus dem Anfang September veröffentlichten Erntebericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor.

Hektarertrag insgesamt stabil jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden

Der durchschnittliche Hektarertrag von Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) liegt 2026 nach vorläufigen Zahlen bei 69,1 Dezitonnen (dt/ha). Das sind 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 entspricht dies sogar einem leichten Plus von 0,4 Prozent.

Zwischen den Bundesländern gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Die Hektarerträge reichen von 54,6 dt/ha in Brandenburg bis 78,7 dt/ha in Schleswig-Holstein. In den meisten Bundesländern werden voraussichtlich leicht überdurchschnittliche Erträge erzielt. Unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegen dagegen die erwarteten Erträge in Baden-Württemberg (minus 5 Prozent), Bayern (minus 4,5 Prozent), Schleswig-Holstein (minus 4 Prozent) und Thüringen (minus 1,7 Prozent).

Hitze, Trockenheit und globale Krisen belasten die Landwirtschaft

Für die Landwirtschaft kommt 2026 vieles zusammen. Neben Wetterextremen belasten internationale Krisen die Betriebe. Der russische Angriffskrieg und die Krise im Nahen Osten haben weltweit zu Verwerfungen auf den Energie- und insbesondere den Düngemittelmärkten geführt. Lieferketten wurden eingeschränkt oder unterbrochen, die Produktionskosten stiegen, während die Erzeugerpreise gleichzeitig zurückgingen.

Hinzu kamen ein besonders trockenes Frühjahr und ein heißer Sommer. Über Wochen blieb der Regen aus, während wiederholte Hitzewellen Böden und Pflanzen belasteten. Die Ernte begann vielerorts früher als üblich und musste unter höherem Zeitdruck eingebracht werden, unter anderem weil unterschiedliche Kulturen durch die hohen Temperaturen gleichzeitig geerntet werden mussten.

Insgesamt fielen Erntemengen und Qualitäten bei vielen Kulturen schwächer aus als im langjährigen Mittel. Die Situation war dabei regional sehr unterschiedlich und teilweise besonders angespannt.

Mehr Informationen

Weitere Details zu Ernteaussichten und der Marktlage von Getreide, Ölsaaten und anderen Kulturen finden Sie im Erntebericht 2026 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat.

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Letzte Änderung dieser Seite am 10.09.2026